Indonesien mal anders: Sumatra statt Bali

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Indonesien mal anders: Sumatra statt Bali

Die indonesische Insel Sumatra ist längst nicht so bekannt wie ihre Nachbarinsel Bali. Doch gerade ihre Unberührtheit macht einen Aufenthalt auf Sumatra besonders spannend, darüber hinaus hat sie Besuchern viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Affen statt Party: Indonesiens Insel Sumatra

Die Insel Sumatra liegt im Westen von Indonesien an der Andaman-See, direkt unterhalb von Malaysia und Singapur. Weiter östlich befindet sich die indonesische Insel Java. Sumatra ist – noch – weitgehend von einem dichten Dschungel durchzogen, die meisten Gegenden sind nicht besonders dicht besiedelt. Die atemberaubenden Landschaften sind dort, wo der Regenwald nicht aus kommerziellen Gründen gerodet wird, ursprünglich und ungezähmt, sodass von der Insel ein rauer Charme ausgeht. Die Flora und Fauna kann sich innerhalb der unberührten Natur noch recht frei in der entfalten. Wilde Tiere finden hier zum Teil noch immer Rückzugsgebiete, wenn auch immer weniger. Dazu zählen unter anderem Elefanten, Nashörner und Tiger sowie viele Affen – vor allem für ihre Orang Utans ist die Insel Sumatra bekannt. Doch diese Rückzugsgebiete werden aufgrund von Regenwaldrodungen immer kleiner, da in der Palmölgewinnung meist keine Rücksicht auf die Tiere genommen wird. Grundsätzlich ist das Eiland also für Naturliebhaber interessant, die statt auf Partys Lust auf Trekking-Touren, Kultur und vielleicht sogar Freiwilligenarbeit haben.

Sumatra auf eigene Faust erkunden

Indonesien wir heute von vielen Urlaubern mit der Insel Bali gleichgesetzt. So wunderschön diese auch ist, ist sie seit einiger Zeit sehr überlaufen und hat durch den Einfluss westlicher Expats und Touristen einiges ihren ursprünglichen Charmes verloren. Auch wenn das einen leichteren Einstieg in die Region bietet, vielleicht doch nicht das richtige für Abenteurer. Sumatra hingehen ist touristisch eher von weniger Backpackern erschlossen und deshalb auch viel günstiger als bekanntere Destinationen in Südostasien. Die Insel ist recht groß und gehört zu den Highlights in Indonesien. Reisende Besucher sind oft die einzigen Ausländer in öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Umgang mit den Einheimischen ist normalerweise freundlich und von Neugier geprägt. Aufgrund der immensen Dimensionen hat Sumatra seinen Besuchern viel zu bieten. Backpacker können einen unvergesslichen Aufenthalt erleben und während der Entdeckungsreisen auf aktive Vulkane klettern. Darüber hinaus befinden sich vor der Westküste der Insel einige der besten Surfspots dieser Welt, unter anderem auf der Mentawai Inselkette und der Insel Nias. Passionierten Tauchern bietet die bunte Unterwasserwelt neue Einblicke in das Leben der tropischen Meere. Danach können sich Reisende an paradiesischen Stränden erholen und neue Kräfte für die nächsten Erkundungen schöpfen. Darüber hinaus ist die Insel auch kulturell sehr interessant und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, von der unter anderem alte buddhistische Tempelanlagen zeugen.

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Freiwilligenarbeit auf Sumatra

Wer nicht gerade ein digital nomad ist und vielleicht nur über ein begrenztes Budget verfügt, der kann auf Sumatra oftmals an verschiedenen Stellen helfen. Auf diese Weise sind auch längere Aufenthalte problemlos möglich. In diesem Zusammenhang sind vor allem Farmstays eine gute Möglichkeit um gegen Kost und Logis Zeit auf der Insel zu verbringen. Eine weitere Alternative soziale Arbeit, vor allem in ländlichen Regionen ist Hilfe jederzeit willkommen. Stets gesucht werden Lehrer für die englische Sprache und Entwicklungshelfer, aber auch in Naturreservaten für die gefährdeten Orang Utans werden immer wieder Helfer gesucht.

Visa und Flugverbindungen nach Indonesien

Grundsätzlich muss der Reisepass von deutschen Urlaubern noch mindestens sechs Monate gültig sein und über wenigstens zwei freie Seiten verfügen. Ansonsten verweigern die indonesischen Grenzbeamten die Einreise. Beim Visum gibt es drei Möglichkeiten: Dazu gehört die Einreise ohne kostenpflichtiges Visum für einen Aufenthalt von höchstens 30 Tagen, allerdings nur mit einem gültigen Weiter- oder Rückflugticket. Außerdem gibt es ein kostenpflichtiges Visum bei der Einreise oder vor der Einreise, wobei das erstgenannte für bis zu 30 Tage und das letztgenannte für bis zu 60 Tage gültig ist. Flüge nach Sumatra starten von fast allen deutschen Metropolen zum internationalen Flughafen Kuala Namu in Medan. Wer mehr Zeit hat und mehr von Indonesien sehen will, startet stattdessen meist in der Hauptstadt Jakarta, welche als Millionenmetropole den Internationalen Flughafen Soekarno-Hatte, den größten Flughafen des Landes, beherbergt.

Fazit

Sumatra zieht abenteuerlustige Backpacker, Surfer und Taucher magisch an. Mit einer guten Vorbereitung und Planung lässt sich auf der Insel ein großartiger Aufenthalt erleben. Wer weniger Wert auf Instagram, Yogakurse am Strand und Partys legt, dem sei die Insel der Orang Utans ans Herz gelegt. Durch die Möglichkeit der Freiwilligenarbeit können Urlauber direkt etwas zurückgeben und das Land noch intensiver kennenlernen.

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