Eine kulinarische Reise durch Europa

Quelle: stock.adobe.com © agcreativelab #124227346

Die Kultur und Lebensart eines Landes erfährst du nicht allein dadurch, dass du die Sehenswürdigkeiten besichtigst und auf den Straßen wandelst. Es geht auch um die geschmacklichen Eindrücke, die dir ein Land näherbringen. Dabei ist es im Grunde egal, ob du die kulinarischen Genüsse aus Europa live auf Reisen oder in deiner eigenen Küche erlebst. Dich hat der Reisehunger erwischt? Dann pack deine Sachen oder such deine Kochutensilien zusammen und los geht die Reise zu den Nationalgerichten Europas.

Österreich

Unsere kulinarische Reise durch Europa beginnt bei unseren Nachbarn in Österreich. Je nach Bundesland variieren die landestypischen Spezialitäten. Doch wenn von der „österreichischen“ Küche die Rede ist, ist meist die Wiener Küche gemeint. Daher bezieht sich unsere Auswahl auf kulinarische Besonderheiten aus der Landeshauptstadt Wien.

  • Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat:

Dieses Gericht gehört zu den traditionellen Speisen aus der Wiener Küche. Das original Wiener Schnitzel ist ein dünnes, paniertes und ausgebackenes Schnitzel aus Kalbsfleisch. Eine beliebte Variante wird aus Schweinefleisch zubereitet. Allerdings ist in den österreichischen und deutschen Lebensmittelrichtlinien festgelegt, dass ein solches Schnitzel nicht als „Wiener Schnitzel“ bezeichnet werden darf. Stattdessen wird es oft als „Schnitzel Wiener Art“ oder „Wiener Schnitzel vom Schwein“ genannt. Serviert wird das Gericht häufig mit Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat), alternative Beilagen sind Reis, Pommes Frites oder Bratkartoffeln.

  • Tafelspitz

Eine weitere Spezialität der Wiener Küche ist der Tafelspitz. Er besteht aus einem in Wasser oder Brühe gekochten Schwanzstück vom Rind. Das Fleisch wird in Scheiben geschnitten und üblicherweise mit Apfel- oder Semmelkren (österreichisch für Meerrettich), alternativ auch mit einer Schnittlauchsauce und der beim Kochen entstandenen Suppenbrühe serviert. Als Beilage gibt es Kartoffeln, auch als Bratkartoffeln oder Kartoffelschmarrn, in einer Brühe gekochtes Wurzelgemüse und Dillrahm-Bohnen oder Spinat.

  • Kaiserschmarrn

Bei dieser Nachspeise, die zu den bekanntesten der österreichischen Küche gehört, handelt es sich um einen zerteilten Pfannkuchen, der mit Puderzucker bestreut wird. Der Teig wird aus Mehl, Eiern, Milch und etwas Salz und Zucker zubereitet und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze gebacken, bis die untere Seite fest ist. Danach wird er zerteilt und mehrfach gewendet, bis er fertig ist. Traditionell wird er mit Zwetschgenröster gegessen, häufig aber auch mit Apfelmus.

  • Sachertorte

Die Sachertorte ist eine Kreation von Franz Sacher. Der Legende nach hat er im Jahr 1832 als Koch-Lehrling aus der Not heraus dieses spezielle Dessert erfunden. Es handelt sich dabei um eine Schokoladentorte mit einer oder zwei Schichten Marillenmarmelade und Schokoladenglasur.

Was die Getränke angeht, hat Österreich einen besonderen Hang zu Kaffee. Nirgends sonst gibt es so viele Kaffeespezialitäten. Vor allem in Wien haben die Kaffeehäuser eine lange Tradition. Seit 2011 gelten sie als immaterielles Weltkulturerbe.

Österreich ist aber auch ein sehr bierfreundliches Land. 2018 lag der Pro-Kopf-Konsum bei 107 Litern – und damit auf Platz zwei im europäischen Ranking, hinter Tschechien (141 Liter). Außerdem hat Österreich mit einer Brauerei auf 56.860 Einwohner die höchste Brauereidichte der Welt. Beliebte Biersorten sind das Märzen, das Weißbier und das Zwicklbier.

Dazu kommt der Weinanbau, der in Österreich schon seit gut 2.000 Jahren betrieben wird. Tatsächlich trinken die Österreicher am liebsten ihren eigenen Wein: Gut 75 Prozent werden aus nationalem Anbau konsumiert. Weinspezialitäten unter den Rotweinen sind Sankt Laurent, Blaufränkischer und Zweigelt. Bei den Weißweinen sind Grüner Veltliner und Riesling besonders beliebt und bei den Roséweinen Schilcher und Uhudler.

Schweiz

Quelle: stock.adobe.com © Gregory Lee #288141645

Weiter geht es in die Schweiz. Dieses Land ist vor allem bekannt für seine unglaubliche Vielfalt an Käsesorten. Jede Gegend und jede Region hat ihre eigenen Kreationen. So kommen insgesamt etwa 500 Sorten zusammen, die alle aus dem gleichen Grundprodukt, der Milch aus der Schweiz, hergestellt werden. Kein Wunder also, dass der Käse oft auch ein wesentlicher Bestandteil der schweizerischen Küche ist.

  • Raclette

Ein klassischer Raclette-Ofen (Tischofen) besteht hauptsächlich aus einer Heizspirale in einem Gehäuse und einer Käsehalterung. Der Raclettekäse wird in die Halterung eingespannt und unter die Heizspirale geführt. Ist die oberste Schicht geschmolzen, wird der Käse von der Heizquelle entfernt. Anschließend schabt man mit einem Spachtel den geschmolzenen Käse auf einen Teller. Dazu gibt es üblicherweise Pellkartoffeln, saure Gurken, Zwiebeln, Schinken und viele andere Zutaten.

  • Käsefondue

Beim Käsefondue wird der Käse in einem Keramiktopf geschmolzen – welche Käsesorte verwendet wird, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Weißwein und ein guter Schuss Kirschwasser runden die Käsemischung ab. Dann werden in geselliger Runde mit Fonduegabeln kleine Brotstückchen in das Fondue getunkt. Nach dem Essen trinken die Schweizer eine Tasse Schwarztee oder ein Gläschen Schnaps, um die Verdauung nach der schweren Kost anzuregen.

  • Rösti

Ein weiteres Gericht, das in der Schweiz sehr verbreitet ist, ist die Rösti (Röschti ausgesprochen) – ein flacher, ausgebackener Kartoffelfladen. Dafür werden rohe Kartoffeln oder gekochten Pellkartoffeln (schweizerdeutsch Gschwellti genannt) mit einer Reibe zerkleinert und zusammen mit Zwiebelringen in Schweineschmalz oder Butter gebraten. Gängige Variationen enthalten zusätzlich Käse, Speck oder Spiegelei.

  • Schweizer Schokolade

Die Schweizer sind international bekannt für ihre Schokoladenvielfalt. Das verdanken sie Erfindungen wie der Milchschokolade und der Praline, aber auch den vielen berühmten Schokoladenherstellern. Mit auf der Liste stehen Lindt & Sprüngli, Succhard, Cailler und Chocolat Frey. Toblerone, Milka, KitKat und viele andere Produkte und Marken kommen ursprünglich ebenfalls aus der Schweiz. Aber nicht nur bei der Herstellung, auch beim Konsum liegen die Schweizer vorn: Pro Person werden jedes Jahr etwa zehn Kilogramm Schokolade verzehrt.

Zu den beliebtesten Getränken in der Schweiz gehört der Kaffee. Eine typische Art ist der Milchkaffee (genannt „Schale”), der zur Hälfte aus Milch und zur Hälfte aus Kaffee besteht. Außerdem gibt es einige Kaffeevarianten, die Likör oder Schnaps enthalten. Die berühmtesten davon sind etwa der „Kafi Luz“ oder das „Schümli Pflümli“.

Die Schweizer mögen aber auch gerne Wein. In fast jedem Kanton werden Rebsorten angebaut. Zu den wohl bekanntesten und beliebtesten Weinsorten in der Schweiz zählen der Fendant, ein trockener Weißwein, sowie der Dôle, ein Rotwein, der aus reinem oder zumindest überwiegendem Pinot Noir gewonnen wird.

Nach oder vor dem Essen gibt es in der Schweiz gerne einen Likör oder Schnaps. Beliebt sind vor allem Träsch (ein Apfelbrand), Bätziwasser (ein Klarer aus gedörrten Apfelringen), Härdöpfel (ein Kartoffelbrand) und Alpenbitter (ein dunkler Kräuterbitter).

Italien

Der nächste Halt auf unserer Gourmetreise ist Italien. Das wohl bekannteste italienische Gericht ist die Pizza und auch Pasta darf auf der Liste der landestypischen Spezialitäten nicht fehlen. Die Nudelgerichte Italiens sind schließlich ein fester Bestandteil des ersten Hauptgangs beim Mittag- oder Abendessen. Aber Italien hat noch viel mehr zu bieten.

  • Risotto

Risotto ist ein norditalienisches Gericht mit einer breiigen Konsistenz. Es wird in verschiedenen Varianten zubereitet, aber bei den meisten werden Reis und Zwiebeln in Fett angedünstet und dann in Brühe gegart, bis das Ganze sämig, der Reis aber noch bissfest ist. Das gelingt im Grunde nur mit dem speziellen Reis aus Norditalien.

  • Saltimbocca

Was auf Deutsch so viel wie „Spring in den Mund“ heißt, bezeichnet eine weltweit bekannte Spezialität aus Italien. Sie besteht aus einem gebratenen Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei. Die Schnitzel werden dünn geklopft und mit einer Scheibe luftgetrocknetem Parmaschinken und einem Salbeiblatt belegt. Anschließend wird das Fleisch in Butter gebraten, mit Wein abgelöscht und zu Ende gegart.

  • Tiramisu

Eine der beliebtesten und bekanntesten Süßspeisen Italiens ist Tiramisu. Diese Köstlichkeit besteht aus abwechselnden Schichten von Löffelbiskuits und einer Creme aus Mascarpone, Eigelb und Zucker oder Eischnee. Die Biskuitstangen werden mit kaltem Espresso getränkt, der zusätzlich mit Amaretto, Weinbrand oder einem anderen alkoholischen Getränk aromatisiert werden kann. Auf diese Weise wird das Dessert geschichtet und anschließend mehrere Stunden gekühlt, sodass es fest wird. Vor dem Servieren wird die oberste Cremeschicht mit reichlich Kakaopulver bestäubt.

  • Panna Cotta

Panna Cotta heißt wörtlich übersetzt „gekochte Sahne“ – und damit ist diese italienische Süßspeise auch schon beschrieben. Garniert wird sie mit einer meist fruchtigen Soße, beispielsweise eine Erdbeer- oder Himbeersoße. Hier bieten sich verschiedene Variationen an, die das Dessert so abwechslungsreich machen.

Welche Getränke sind in Italien besonders beliebt? Ganz klar: Italien ist das Land der Weine. Viele hochklassige Tropfen stammen von hier – begünstigt wird ihr Anbau durch die optimalen klimatischen Bedingungen. Schon im Römischen Reich war Wein ein Statussymbol und auch heute noch werden über 2.000 Rebsorten kultiviert.

Besonders bekannt sind der Tafelwein, Vino da tavola, sowie die Rotweine Chianti, Valpolicella und Barolo. Unter den Roten genießt eine Sorte besondere Beliebtheit: der Primitivo – ein kräftiger, fruchtiger, feinwürziger und trotzdem harmonischer Wein, der inzwischen auch in der Rosé-Variante hergestellt wird. Der Name ist im ersten Moment irreführend, denn gemeint ist kein primitiver Wein. Stattdessen leitet sich der Name von „prima“ ab und beschreibt damit den frühen Reifezeitpunkt der Trauben.

Unter den italienischen Weißweinen macht der Chardonnay das Rennen. Aber auch der feinfruchtige Pinot Blanco, der trockene und würzige Verdicchio und der leichte Trebbiano werden gerne getrunken.

Neben dem Wein sind Kaffeespezialitäten typisch für die italienische Lebensart. Zu den Klassikern der italienischen Kaffeesorten gehören Cappuccino, Latte Macchiato und der Cafè americano. Die Italiener haben aber noch eine ganze Menge Abwandlungen und Ergänzungen auf Lager.

Nach dem Essen oder zwischendurch trinken die Italiener gerne einen Likör Zu den beliebtesten gehören der Limoncello, der Amaretto, der Grappa sowie der ein wenig bitter schmeckende Aperol oder der Campari.

Spanien

Wir bleiben noch etwas im Süden Europas und schauen uns die Speisekarte Spaniens einmal genauer an.

Quelle: stock.adobe.com © rh2010 #324460783
  • Paella

Die Paella ist zwar nicht direkt ein spanisches Nationalgericht, aber definitiv das berühmteste Reisgericht des Landes. Ursprünglich stammt diese Spezialität aus Valencia und wird mit Schweinerippchen oder Hühnchen zubereitet. In den Küstengebieten hat sich aber eine Variante mit frischen Meeresfrüchten durchgesetzt.

  • Gazpacho

Hinter diesem Gericht steckt eine traditionelle kalte Suppe, die in verschiedenen Regionen Spaniens gerne gegessen wird. In die Suppe kommen geschälte Tomaten, grüne Paprikaschoten und entkernte Gurken, die im Mixer püriert werden. Eingeweichtes Weißbrot dickt das Ganze an.

  • Tortilla

Tortilla bedeutet so viel wie „kleine Torte“ und ist der spanische Begriff für ein Omelett. Sie gilt als das spanische Nationalgericht schlechthin und besteht im Wesentlichen aus Ei und Kartoffeln und wird in der Pfanne zubereitet. Um Verwechslungen zwischen der spanischen und der mexikanischen Tortilla zu vermeiden, sagt man zu dem spanischen Kartoffel-Omelett am besten Tortilla de patatas oder Tortilla española.

  • Churros

Churros sind ein spanisches Fettgebäck, das aus Brandteigmasse zubereitet, in heißem Öl frittiert und meistens mit heißer Schokolade serviert wird. Die Spanier essen Churros gerne zum Frühstück oder als Snack am Nachmittag.

Zur kulinarischen Kultur Spaniens gehört aber nicht nur das Essen, sondern auch die Getränke, die serviert werden. Spanien hat eine sehr reichhaltige Weinkultur zu bieten – vom erfrischenden „Fino“ aus Andalusien bis hin zum berühmten, würzigen „Rioja“ aus der namensgebenden Region.

Vor allem im Süden und Osten Spaniens trinkt man im Sommer zudem gerne Sangria. Dabei variiert die Zubereitung sehr und jede Bar hat ihr eigenes Geheimrezept. Was aber immer dazu gehört, ist ein kräftiger Schuss Rotwein, der dem Getränk die typische, blutrote Farbe und damit den Namen „sangre“ (auf Deutsch „Blut“) verleiht.

Frankreich

Quelle: stock.adobe.com © HLPhoto #29823271

Von Spanien geht die Reise weiter zu unseren Nachbarn nach Frankreich. Auch hier erwarten uns einige kulinarische Besonderheiten.

  • Ratatouille

Bei Ratatouille handelt es sich um einen geschmorten Gemüseeintopf, der heiß oder kalt gegessen und traditionell als Vorspeise oder Zwischengang gereicht wird. Die wichtigsten Zutaten sind Auberginen, Tomaten, Paprika, Zucchini, Zwiebeln und Knoblauch. Sie werden in kleine Stücke geschnitten, in Öl angedünstet und anschließend mit geschlossenem Deckel fertig gegart.

  • Bouillabaisse

Für dieses Eintopfgericht werden traditionell verschiedene Mittelmeerfische verarbeitet, darunter Seeteufel, Drachenkopf, Petersfisch, Wolfsbarsch und Rotbarben. Fenchel, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln dienen als Suppengemüse.

  • Crêpes

Crêpes sind hauchdünn gebackene Eierkuchen, die zusammengefaltet als Snack verzehrt werden. Zusammen mit ihren Beilagen wie Schlagsahne und frischen Erdbeeren, Zimt oder Nussnugatcreme werden sie zu einer original-französischen Köstlichkeit.

  • Quiche Lorraine

Bei der Quiche Lorraine handelt es sich um einen Kuchen aus Mürbeteig, der mit einer weichen Mischung aus Eiern und Milch gefüllt wird. Die wichtigste Zutat sind kleine Speckwürfel, denen das Gericht seine herzhafte Note verdankt. Dazu kommen meist Zwiebeln, hin und wieder auch klein geschnittenes Gemüse.

Welche Getränke werden in Frankreich zu diesen Spezialitäten serviert? Frankreich ist der zweitgrößte Weinerzeuger der Welt und auch qualitativ von größer Bedeutung – bis heute orientieren sich internationale Standards an Frankreich. Was die internationale Bekanntheit angeht, sind französische Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon oder Chardonnay ebenfalls führend.

Franzosen sind außerdem den Spirituosen nicht abgeneigt. Tatsächlich stammen einige hochprozentige Getränke, die auch bei uns bekannt sind, aus Frankreich. Darunter der Cognac (ein Weinbrand aus der gleichnamigen Stadt), der Calavados (ein Apflebranntwein aus der Normandie) und der Pastis (ein Anisschnaps).

Polen

Du wolltest schon immer mal nach Polen reisen? Dann ist unsere kulinarische Reise der ideale Einstieg. In Polen isst man gerne deftig, wobei sich das Essen nicht sonderlich von dem in Deutschland unterscheidet. Dennoch gibt es einige nationale

Quelle: stock.adobe.com © B.G. Photography #18393824

Spezialitäten, die wir dir nicht vorenthalten möchten.

  • Bigos

Beginnen wir mit einem echten polnischen Nationalgericht: Bigos ist ein Sauerkrauteintopf mit vielen Fleisch-, Gemüse- und Wurstsorten. Die genauen Zutaten variieren je nach Region oder Familie. Meistens sind aber Weißkohl, Fleisch, Wurst, Speck, Gemüse, Äpfel, Pflaumen und Pilze mit drin. Nicht zu vergessen die Hauptzutat Sauerkraut. Bigos schmeckt pur, mit Kartoffeln und/oder Brot.

  • Piroggi

Diese polnische Spezialität, die auch Piroggen genannt wird, erinnert an eine Kombination aus Maultaschen und Tortellini. Es handelt sich dabei um Teigtaschen, die mit Gemüse, Fleisch oder auch süß gefüllt sein können. In der süßen Variante sind die Piroggi mit Waldfrüchten, Erdbeeren oder Kirschen gefüllt und werden mit Sahne und Zucker serviert.

  • Gołąbki

Das ist die polnische Bezeichnung für eine Kohlroulade. Die geschmorten oder gebackenen Rouladen aus Weißkohl werden mit gehacktem Schweinefleisch, Reis oder Buchweizen gefüllt und mit einer Tomaten- oder Pilzsoße serviert werden. Als Beilage werden Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei gereicht.

  • Sernik

Sernik ist die polnische Variante eines Käsekuchens und gilt als einer der Höhepunkte der Landesküche. Auf einen Mürbeteigboden kommt eine hohe und saftige Füllung aus Twaróg (das polnische Pendant zu Schichtkäse), Zucker und Eiern. Traditionell wird die Füllung mit Rosinen und Zitronensaft oder Orangenschalen verfeinert. Je nach Variation können es stattdessen auch Nüsse, Vanillearoma und Rum sein.

Wie sieht es in Polen mit den Getränken aus? Das Klischee, dass Polen gerne Wodka trinken, ist wahr, wenn auch in abgeschwächter Form – immerhin ist Polen bekannt für seine Wodka-Herstellung. Zum Abendessen gibt es oft ein Schnapsglas mit Wodka, um die Verdauung anzuregen.

Polen gilt außerdem als das Land der Biere. Hier wird das Bier (Piwo) nach verschiedenen Brauarten gebraut, sodass sich eine große Sortenvielfalt ergibt. In Polen trinkt man des Weiteren häufig schwarzen Tee mit Zitrone und Zucker.

Kroatien

Weiter geht die kulinarische Europareise nach Kroatien, wo das Essen insgesamt sehr fleischhaltig ist.  

  • Ćevapčići

Was kompliziert klingt, ist eigentlich einfach erklärt: Ćevapčići sind gegrillte Röllchen aus Hackfleich, die mit Ajvar, einer Paste aus Paprika, serviert werden.

  • Burek

Bei Burek handelt es sich um einen Kuchen aus Filoteig, der mit traditionell Fleisch, Käse oder Gemüse gefüllt ist. Es gibt aber auch Varianten mit Pilzen oder Tomaten, Schinken und Käse, süßen Füllungen wie Kirschen oder Äpfeln oder ganz ohne Füllung. Hauptmerkmal ist das runde, topfähnliche Backblech, auf dem relativ dünne Teigblätter mit viel Fett und Füllung übereinandergelegt und am Ende mit einem Stück Teig umschlossen werden.

  • Baklava

Eine der beliebtesten Süßspeisen Kroatiens ist Baklava. Das ist ein Gebäck aus Blätter- oder Filoteig, der mit gehackten Nüssen gefüllt wird. Eingelegt werden die Gebäckstücke in Zuckersirup.

Zu den landesweit beliebtesten Getränken gehört Wein. In Kroatien gibt es eine lange Weinbautradition und dadurch zahlreiche Rebsorten in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Besonders beliebt sind die Rotweine der Küstengebiete, etwa Teran, Merlot, Kabernet oder Plavac. Populäre Weißweine sind Posip, Grk, Zlajtina, Malvazia Istriana und Kujundzusa.

Ein weiteres kulinarisches Kulturgut Kroatiens ist der Kaffee. Die Kaffeehäuser haben eine lange Tradition. Nach türkischem Vorbild wird der Kaffee in einer kleinen Kupferkanne mit viel Zucker aufgekocht und in kleinen Tassen serviert.

Sljivovica (auch Slivovic oder Slibowitz) ist die bekannteste hochprozentige Spirituose in Kroatien. Der Schnaps wird aus Pflaumen hergestellt – mindestens 70 Prozent der Pflaumenernte Kroatiens werden für die Herstellung dieser Spezialität verwendet. Viele Familien auf dem Land oder in landwirtschaftlich geprägten Gegenden brennen diesen Schnaps selbst.

TEILEN