Backpacking – die absolute Freiheit

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Den Rucksack packen und einfach losgehen – Backpacking ist eine äußerst unkomplizierte Art zu reisen. Das macht es für Reise-Fans besonders reizvoll. Doch Backpacking ist noch viel mehr. Wir erzählen dir in diesem Artikel, was Backpacking so großartig macht und warum es für Reisende die absolute Freiheit bedeutet.

Gehen, wohin du willst und wann du willst

Als Backpacker steht dir die ganze Welt offen. Das ist sicherlich die größte Freiheit, die überhaupt möglich ist.  Du kannst reisen, wohin du willst und nur du entscheidest, welche Länder du erkundest. Auch im Reiseland selbst bist du durch das Backpacking-Konzept auf ganz besondere Weise frei in der Wahl, was du machst und wohin es dich verschlägt.

Reisen als Backpacker bedeutet in dem Zusammenhang ein hohes Maß an Spontanität, die dir keine andere Reiseart in dem Umfang bieten kann. Nur selten planen Backpacker ihre Reise im Voraus. Sie lassen sich einfach von ihren Impressionen und Erlebnissen vor Ort tragen und erleben ihr Reiseziel damit auf ganz außergewöhnliche, spontane und intensive Weise.

So kommt es oft vor, dass man als Backpacker morgens noch nicht weiß, wo man abends sein wird, wen man unterwegs trifft und wie man den nächsten Tag verbringt. Dieses Gefühl, zusammen mit dem Reiz des Unbekannten, ist eine unglaubliche Erfahrung. Das Beste: Wenn es dir an einem Ort besonders gut gefällt, bleibst du einfach länger. Schließlich bestimmst du allein die „Deadline“ deines Aufenthalts und kein Reiseveranstalter, der auf Weiterfahrt drängt.

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Du sammelst Erlebnisse und keine Dinge

Wer viel reist, hat auch viele Geschichten zu erzählen – Geschichten über wundervolle, einzigartige Erfahrungen und Begegnungen. Das gilt vor allem für Backpacker. Denn sie reisen nicht nur, um fremde Länder kennenzulernen, sondern vor allem, um etwas zu erleben.

Für Backpacker ist es nicht wichtig, Dinge und Gegenständer als Souvenirs anzusammeln, sondern einzigartige Geschichten und wertvolle Erinnerungen. Diese Geschichten kann dir keiner nehmen, Dinge hingegen schon, was sie fast wertlos macht. Denn letztendlich sind Dinge nur dann wertvoll, wenn man eine Geschichte dazu erzählen kann.

Reisen mit leichtem Gepäck

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Mit einem Rucksack zu reisen ist um einiges unkomplizierter als mit schwerem Koffergepäck. Das wirst du allein schon beim Packen merken. Denn erfahrene Backpacker wissen, dass all die „Für den Fall, dass…“-Dinge nichts im Gepäck zu suchen haben. Beschränke dich auf die Dinge, die du wirklich brauchst und die du nicht im Notfall auch noch vor Ort kaufen oder waschen kannst. Was die Kleidung angeht, kommst du mit einem Wochenvorrat an Unterwäsche und Socken, etwa zehn Shirts (lange und kurze Ärmel), vier Hosen (lang und kurz), einer möglichst multifunktionalen Jacke und einer Kopfbedeckung gut aus.

Zu den Dingen, die auf Reisen unverzichtbar sind, gehören natürlich auch Schuhe. Für jede Situation und jede Gelegenheit gibt es ein passendes Modell. Schuhe sind unsere alltäglichen Begleiter und Schutz für die Füße – und das schon seit über 5.000 Jahren. Heute haben wir für verschiedene Anlässe jeweils mindestens ein Paar Schuhe. Beim Reisen und vor allem für Backpacker sind bequeme Schuhe wichtig. Ideal sind funktionale Schuhe, die einen besonders guten Tragekomfort bieten und eine Sohle, die auf verschiedenen Untergründen griffig und dämpfend zugleich ist. Das Obermaterial ist wasserabweisend und atmungsaktiv und damit für nahezu alle Aktivitäten und Wetterlagen geeignet. Ansonsten brauchst du Flip-Flops und eventuell ein Paar Wanderschuhe.

Auf dem Flughafen sparst du dir viel Zeit und Nerven, weil du keinen sperrigen Koffer aufgeben und am Zielflughafen eine gefühlte Ewigkeit auf dein Gepäckstück warten musst, bis es das Kofferband entlangfährt.

Unterwegs hast du dein ganzes Hab und Gut immer dabei und musst dir keine Sorgen machen, ob deine Sachen im Hotelzimmer gut aufgehoben sind. Das bringt dir eine ungemeine Flexibilität ein, weil du jederzeit deine Reisepläne ändern kannst, ohne umständlich deine Unterkunft stornieren und dein Gepäck abholen zu müssen.

Außerdem hast du unterwegs immer die Hände frei, statt dass dir der Arm abfällt, weil du etliche Kilo Gepäck hinter dir herschleppen musst. Das Reisen als Backpacker ist damit im wahrsten Sinne viel unbeschwerter. Noch dazu kannst du eine Rucksack-Reise jederzeit machen. Es gibt keinen Zeitpunkt in deinem Leben, in dem Backpacking nicht möglich wäre. Egal, wie alt du bist, ob du noch studierst oder einen festen Job und Kinder hast.

Erweitere deinen Horizont

Wenn du als Backpacker unterwegs bist, lernst du die Welt mit ganz anderen Augen kennen. Schnell wirst du merken, dass deine Sichtweise nicht die einzig wahre ist, und einige Klischees über Bord werfen. Freiheit bedeutet in dem Fall, sich von eingefahrenen Sichtweisen zu befreien und der Welt zukünftig mit mehr Toleranz und Offenheit zu begegnen.

Vielleicht spielen in anderen Ländern und Kulturellen einfach ganz andere Werte und Eigenschaften eine Rolle als daheim in Deutschland. Beispielsweise sind anderswo ein respektvoller Umgang und Freude am Leben eben wichtiger als Pünktlichkeit und immer seine Meinung mitteilen zu müssen. Du wirst die Dinge auf einmal mit ganz anderen Augen betrachten und lernen, andere Sichtweisen und die Art mit Situationen umzugehen, zu akzeptieren, und wohlmöglich auch zu übernehmen. Denn so wie du es gelernt hast, muss es nicht unbedingt immer die beste Art und Weise sein.

Ganz egal, wo du unterwegs bist und weshalb du dich für das Backpacking entschieden hast: Eine solche Reise bringt dich persönlich um so viel weiter als du es je für möglich gehalten hättest. Du wirst andere Menschen nicht mehr für ihre Sicht- und Handelsweisen verurteilen. Du wirst offener und so begegnen dir auch andere mit mehr Offenheit. Generell bist du viel seltener genervt, wesentlich entspannter und glücklicher.

Allein, aber niemals einsam

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Viele Backpacker sind allein auf Reisen, doch im Gegensatz zu gewöhnlichen Urlaubsreisen, die man alleine antritt, muss man als Backpacker keine Einsamkeit fürchten. Denn wer mit einem Rucksack unterwegs ist, findet schnell Anschluss und das überall. Auf der ganzen Welt sind Backpacker unterwegs und sie alle sind sich gewissermaßen ähnlich: Sie sind Entdecker und Abenteurer, die die Welt erkunden wollen. Das verbindet und sorgt immer für ausreichend Gesprächsstoff.

Da Backpacker in der Regel in einfachen Unterkünften übernachten, triffst du hier immer auf Gleichgesinnte, die aufgeschlossen sind und dich gerne mit Informationen versorgen, was in der Nähe abgeht, sehenswert ist oder was vielleicht eher weniger empfehlenswert ist. Wenn du unterwegs also nach neuen, unkomplizierten Kontakten suchst, mit denen du womöglich sogar ein Stück deines Wegs zusammen gehst, ist das Reisen mit Rucksack die optimale Eintrittskarte. So lernst du sehr einfach Freunde für einen Tag oder sogar fürs Leben kennen.

Geld spielt (fast) keine Rolle

Backpacker kommen auf Reisen mit vergleichsweise wenig Geld aus. Dadurch, dass man mit leichtem Gepäck reist und sowieso den Tag über unterwegs ist, reichen einfache Unterkünfte vollkommen aus. Das Geld für teure Luxushotels kannst du dir also getrost sparen. Auch beim Essen kommen Backpacker in der Regel günstiger weg. Sie sind Entdecker und wollen das Reiseland mit all seinen Facetten kennenlernen. Dazu gehört eben auch das landestypische Essen. Deswegen greifen Backpacker überwiegend auf das sogenannte „local food“ zurück und meiden internationale Gastronomie-Ketten. Das einheimische Essen bietet viele neue Geschmackseindrücke, ist gesünder – und kostet weniger.

Generell bewegen sich Backpacker eher weniger auf den Touristenpfaden, sondern suchen vor allem Kontakt zu anderen Backpackern und Einheimischen. Deshalb und auch, weil in deinem Rucksack nun einmal nur begrenzt Platz ist, gerätst du nicht so sehr in Versuchung, dich im Souvenirshop einzudecken oder anderweitig zu viel Geld für Schnickschnack auszugeben.

Ganz ohne Geld geht es natürlich nicht. Wenn du außerhalb Europas unterwegs bist, ist es ratsam, 100 bis 150 Euro und etwa 50 bis 100 US Dollar in bar dabei zu haben. Es kann immer mal vorkommen, dass du mit deiner Kreditkarte weder Geld abheben noch damit bezahlen kannst, und so hast du immer etwas Bargeld bei dir, das du notfalls umtauschen kannst.

Im Idealfall fallen keine zusätzlichen Gebühren an, wenn du mit deiner Kreditkarte im Ausland Geld abhebst. Manchmal erhebt aber die ausländische Bank Gebühren – entweder einen festen Betrag pro Abhebung oder einen bestimmten Prozentsatz vom Abhebungsbetrag. Sicherheitshalber solltest du zusätzlich entweder noch deine EC-Karte oder eine weitere Kreditkarte einpacken. So kommst du immer an dein Geld, selbst wenn du deine Kreditkarte verlierst.

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