Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Schüleraustausch

Nicht jeder Schüler ist prädestiniert dafür, ins Ausland zu gehen. Und nicht jedes Austauschprogramm ist für jeden austauschwilligen Schüler geeignet. Mit der Zeit haben die Organisationen unterschiedliche Auswahlkriterien und -verfahren für die Aufnahme von Schülern und Gastfamilien in ihr Programm ausgebildet.
Mit der gezielten Auswahl der Programmteilnehmer versuchen die Austauschorganisationen das Risiko von Problemen während des Austausches zu minimieren. Zu den Auswahlverfahren gehört häufig eine Untersuchung der Persönlichkeit und der Interessen, etwa durch einen schriftlichen Bewerbungsbogen, ein Motivationsschreiben und ein persönliches Interview.
Eventuell findet auch ein Gespräch zusammen mit den Eltern statt. Die Entscheidung, Austauschschüler zu werden, solltest du nämlich aus völlig freien Stücken treffen. Es bringt nichts, wenn deine Eltern sich das zwar für dich wünschen, ein Auslandsaufenthalt aber nicht deinen eigenen Vorstellungen entspricht.
Die folgenden Voraussetzungen sollte allgemein jeder Austauschschüler mitbringen:

  • Ein Alter von 11-19 Jahren; bei den meisten Organisationen gelten jedoch 13 oder 15 Jahre als Mindestalter von (Durchschnittsalter sind 15/16 Jahre).
  • Kenntnisse in der Landessprache sind immer wünschenswert und teilweise obligatorisch; alternativ oder ergänzend sind je nach Land gute Kenntnisse des Englischen gefordert (so z.B. in China und Finnland). Sprachkenntnisse sind nachzuweisen durch entsprechende Schulzensuren und/oder durch einen standardisierten Sprachtest, z.B. den SLEP-Test.
  • An staatlichen Schulen wird meistens mindestens ein Mindestnotendurchschnitt von 2,5 verlangt; an privaten Schulen kann teilweise ein Schnitt von 3,5 ausreichend sein.
  • Eventuell muss ein Aufnahmetest absolviert werden (fachlich und/ oder sprachlich).
  • Teilweise muss ein Interview mit der Agentur und/ oder der Schule geführt werden.
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass für die Dauer des Aufenthalts; teilweise Visum nötig (z.B. für die USA oder Kanada).
  • In manchen Ländern ist es schwierig, Vegetarier und Allergiker zu vermitteln. Ein Problem können sichtbare Piercings und Tätowierungen darstellen.
  • Ausreichende finanzielle Mittel für die Schulgebühr (bei privaten Schulen ist diese höher als an privaten Schulen), für die Flüge, die Lebenshaltungskosten usw.
  • Aufgeschlossenheit und Mut, sich auf etwas Neues und Fremdartiges einzulassen.
  • Anpassungsfähigkeit in Bezug auf einen anderen Lebensstandard und –stil, die Gastfamilie und die fremde Schule.
  • Rechtzeitige Anmeldung aufgrund der begrenzten Kontingente.
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