Arbeiten in Italien

Für deutsche Bürger ist Italien kein klassisches Auswanderungsland. Dennoch zieht Italien mit seinen historischen Städten und deren besonderem Flair sowie den wunderschönen Landschaften Einwanderer an. In Italien herrscht ein wirtschaftlich dominantes Nord-Süd-Gefälle: Die Industrialisierung des Nordens verschafft den hier lebenden Menschen gute Arbeitsmöglichkeiten. Im Süden Italiens dagegen gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit. Wenn du in Italien leben und arbeiten möchtest, solltest du dir im Vorfeld gut überlegen, wo du dich niederlässt. Eine wunderschöne Urlaubsgegend ist für ein Arbeitsleben in der Regel weniger gut geeignet.

Arbeitsmarkttrends in Italien

Durch den Rückgang der Konjunktur hat Italien nur wenige Wachstumsbranchen zu bieten und das ausgeprägte Nord-Süd-Gefälle des italienischen Arbeitsmarktes wirkt sich stark auf den Stellenmarkt aus. Während im wirtschaftlich boomenden Norden Italiens Wissenschaftler und Ingenieure fehlen, sind die industriellen Wirtschaftszweige im Süden nicht sehr verbreitet. Hier findest du in der Reisesaison vor allem Arbeit in der Tourismusbranche.

Auf dem italienischen Arbeitsmarkt gibt es Beschäftigsmöglichkeiten für folgende Berufsgruppen:

  • Berufskraftfahrer
  • Mitarbeiter für Callcenter
  • Restaurant- und Hotelfachkräfte
  • Konditoren und Bäcker
  • Speiseeishersteller
  • Köche
  • Krankenpfleger
  • Fußbodenleger
  • Zimmerleute und Bautischler
  • Maurer

Wenige Stellen findest du in der Versicherungsbranche, der Kfz-Industrie oder im Bereich der Finanzdienstleistungen. Besser sieht es für qualifiziertes Personal in den Bereichen Bildung und Erziehung sowie in der Informationstechnologie aus.

Jobsuche in Italien

Bereits vor dem Auswandern empfiehlt sich die Suche nach einem Job in Italien. Im Norden Italiens findest du ein größeres Angebot an freien Stellen. Das Lohnniveau ist hier außerdem höher als im Süden des Landes. Verschiedene Online-Jobbörsen helfen dir bei der Suche nach einer geeigneten Stelle:

Startest du die Suche nach einer Arbeitsstelle von Italien aus, sind verschiedene Zeitungen mit Stellenangeboten hilfreich: Die regionale Zeitung „I1 Messaggero“ erhältst du in Rom. Aber auch „I1 Corriere della Sera“ und „La Repubblica“, die größten Tageszeitungen Italiens, sind empfehlenswert.

Freie Stellen in großen internationalen Unternehmen findest du auf den Websites der jeweiligen Unternehmen. Daher ist eine direkte Bewerbung in den jeweiligen Firmen empfehlenswert. Persönliche Kontakte zu einem Unternehmen sind von großem Nutzen. Lass dich nicht entmutigen, wenn du längere Zeit keine Rückmeldung zu deiner Bewerbung erhältst – in diesem Fall zahlt sich Geduld und ständiges Nachhaken aus.

Richtig bewerben in Italien

Wer in Italien Arbeit sucht, muss über gute Sprachkenntnisse verfügen. Eine Bewerbung schreibst du daher in italienischer Sprache oder gegebenenfalls in Englisch. Da in Südtirol Deutsch die zweite Amtssprache ist, sind Deutschkenntnisse in dieser Region ausreichend.

In Italien sind dicke Bewerbungsmappen nicht üblich. Bewerbungen beschränken sich auf das Wesentliche und sind kurz und knapp verfasst. Der tabellarische Lebenslauf enthält hier in der Regel kein Foto. Dieser und ein kurzes Anschreiben sind daher vollkommen ausreichend. Im Anschreiben gehst du individuell auf deine Eignung für die entsprechende Stelle und den Nutzen für das Unternehmen ein. Berufserfahrungen haben einen höheren Stellenwert als Schulabschlüsse. Weitere Unterlagen wie Schulzeugnisse, Zertifikate und Abschlüsse von Computer- oder Sprachkursen sowie Referenzen und Zeugnisse von (ehemaligen) Arbeitgebern, bringst du erst zum Bewerbungsgespräch mit. Sind für die Stellenausschreibung persönliche Interessen positiv zu werten, werden sie in der Bewerbung erwähnt. Insgesamt ist auf eine saubere und elegante Gestaltung deiner Bewerbung zu achten.

Auf das Vorstellungsgespräch bereitest du dich gründlich vor und informierst dich im Vorfeld detailliert über das Unternehmen. Für das Gespräch kleidest du dich modisch dezent und gepflegt. Auf Sandalen ist zu verzichten, denn diese sind in der Geschäftswelt verpönt.

Anders als in Deutschland erhältst du deine Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Bewerbungsprozesses in Italien nicht zurück. Unterschreibst du einen unbefristeten Arbeitsvertrag, bist du nach einer Probezeit von sechs Monaten unkündbar.

Einreise

Als Bürger eines EU-Landes benötigst du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass zur Einreise. Die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung für das Verlegen des Wohnsitzes nach Italien ist nicht notwendig. Mit der Anmeldung bei der Gemeinde ist bereits alles geregelt. Dauerhaft zugezogene Bürger melden die Verlegung ihres Wohnsitzes in der Wohnsitzgemeinde beim Einwohnermeldeamt. Dafür hast du zwanzig Tage Zeit. Die Behörde benötigt von dir ein Identitätspapier (zum Beispiel ein Reisepass oder Personalausweis), Passbilder, einen Wohnungsnachweis und eine italienische Steuernummer. Nun kannst du eine Arbeitskarte beantragen.

Italienische Einwanderungspolitik

In der gesamten europäischen Union hat Italien die höchste Einwanderungsquote. Der prozentuale Anteil der ausländischen Bevölkerung beträgt in Italien acht Prozent der Gesamtbevölkerung, ist in den letzten Jahren allerdings rückläufig. Der Grund dafür liegt in der aktuellen wirtschaftlichen Rezession des Landes. Die Bedingungen für Beschäftigung und Aufenthalt in Italien haben sich durch die Wirtschaftskrise zunehmend verschlechtert. Das veranlasst viele Zuwanderer, ihr Glück in einer anderen Regionen zu versuchen oder in ihr Heimatland zurückzukehren.

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