Arbeiten in Frankreich

Mit seinen romantischen Landschaften und seiner weltberühmten Küche ist Frankreich ein Land mit unbeschreiblicher Anziehungskraft. Keine Nation liebt, pflegt und verteidigt seine Sprache so sehr wie die Franzosen. Für die Aufnahme einer Arbeit und um sich im Alltag zurechtzufinden, sind gute Französischkenntnisse erforderlich. Fast ein Fünftel der Franzosen und ein Großteil der hochqualifizierten Arbeitskräfte leben und arbeiten in Frankreichs wirtschaftlichem Zentrum, im Großraum Paris. Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast du, wenn du die französische Sprache sicher beherrschst.

Arbeitsmarkttrends in Frankreich

Die Bereiche Mikro- und Nanotechnologie, Energieeffizienz und Medizintechnik, Biotechnologie und Pharma-Industrie machen das wirtschaftliche Wachstum Frankreichs aus. Zu diesen Wachstumsbranchen gehören auch die Bereiche der erneuerbaren Energien wie Windkraft, Fotovoltaik, Biokraftstoffe und Biomasse. Gute Chancen auf einen Arbeitsplatz in Frankreich haben Techniker, Facharbeiter und Ingenieure mit Berufserfahrungen in:

  • Elektrotechnik
  • Bauwirtschaft
  • Recycling- und Entsorgungswirtschaft
  • Chemische Industrie
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Umwelttechnik
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Luftfahrtindustrie
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Medizintechnik

Weiterhin wird auf dem französische Arbeitsmarkt nach folgenden Berufsgruppen gesucht:

  • Büroangestellte
  • Hotel- und Restaurantfachkräfte
  • Köche
  • Werbe- und PR-Fachleute
  • Fach- und Führungskräfte für den Vertriebs- und Marketingbereich
  • Kaufmännische und technische Verkaufsfachkräfte und Außendienstmitarbeiter
  • Ärzte
  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Physiotherapeuten

Wichtig für jede Bewerbung ist die Beherrschung der französischen Sprache. Als Ausländer hast du eine größere Chance, bei internationalen Unternehmen unterzukommen.

Jobsuche in Frankreich

In Frankreich haben deutsche Arbeitnehmer einen guten Ruf. Dieser hilft dir gemeinsam mit guten Französischkenntnissen bei der Suche einer geeigneten Stelle. Dafür kannst verschiedene Internet-Jobbörsen nutzen:

Eine weitere gute Möglichkeit an interessante Stellenangebote in Frankreich zu gelangen, sind die großen nationalen Tageszeitungen wie z.B.:

Weitere Stellenangebote werden dir auf den Firmen-Websites, vor Ort oder in lokalen Zeitungen angezeigt. In den Gelben Seiten findest du außerdem Firmenadressen für eine Initiativbewerbung. Auch über private Vermittlungsagenturen und Zeitarbeitervermittlungen hast du Zugang zum Arbeitsmarkt in Frankreich.

Richtig bewerben in Frankreich

Eine Bewerbung in Frankreich besteht aus einem Anschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf in französischer Sprache. In dem Anschreiben ist auf Individualität zu achten. Vermittle gezielt deine Stärken und dein Interesse an der Arbeit in diesem Unternehmen, über das du dich im Vorfeld umfassend informiert hast. Hier kommt es – wie auch in Deutschland – darauf an, beim Verantwortlichen Interesse an deiner Person zu wecken. So kommst du in die engere Auswahl und wirst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Diese Tipps sind für ein Bewerbungsschreiben zu beachten:

  • Die verantwortliche Person ist direkt und nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ anzusprechen.
  • Im oberen Teil bringst du deine Stärken unter.
  • Thematisiere die Anforderungen der Stellenausschreibung.
  • Stelle einen Bezug zum Unternehmen her. Mache klar, weshalb du für die Stelle geeignet bist. Erkläre die Vorteile für das Unternehmen, wenn es dich einstellt.
  • Belege deine soziale Kompetenz mit Tatsachen.
  • Konzentriere dich auf das Wesentliche und streiche unkonkrete Darstellungen aus dem Anschreiben.
  • Beende dein Bewerbungsschreiben mit einer freundlichen Aufforderung zum persönlichen Vorstellungsgespräch.

Im Lebenslauf reicht es, den höchsten Schulabschluss zu nennen. Hast du Praxiserfahrungen, sind länger zurückliegende Praktika nicht von Bedeutung. Hobbys sind interessant, wenn sie sich positiv auf die Tätigkeit auswirken. Erhöhe die Aussagekraft des Lebenslaufes durch eine klare Strukturierung und verwende ein aussagekräftiges Foto.

Nach den üblichen Begrüßungsformalitäten folgt im Vorstellungsgespräch die Frage nach der schulischen und beruflichen Qualifikation. Weitere Aspekte, die zur Sprache kommen, sind die soziale Kompetenz, persönliche Herausforderungen, berufliche Zielsetzung, Motivation, Loyalität sowie die Lösungskompetenz, die Arbeit im Team und eine Selbsteinschätzung.

Einreise

Zum Erlernen der französischen Sprache empfiehlt es sich, einen speziellen Sprachkurs zu belegen. Für die Einreise deutscher Staatsbürger genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Damit kannst du jederzeit in Frankreich arbeiten. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten ist eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Diese erhältst du bei der örtlichen Polizeipräfektur, der Verwaltungsbehörde oder im Rathaus. Dafür legst du eine gültige Arbeitsbescheinigung vor. Eine Aufenthaltsgenehmigung in Paris stellt die Préfecture de Police aus. 

Mit Beginn der Arbeitsaufnahme werden automatisch Beiträge in die französische Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Nach sechs Monaten Beitragszahlung hast du einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, sollte dein Arbeitsverhältnis beendet werden. Die Steuern sind nach einem progressiven Besteuerungssystem zu zahlen: Sie betragen zwischen 12 und 56 Prozent.

Dein Arbeitgeber meldet dich bei der staatlichen Krankenversicherung an. Daraufhin erhältst du eine Versicherungsnummer und einen Sozialversicherungsausweis. Die Sozialversicherung deckt nicht alle Kosten für Arzneimittel und ärztliche Behandlungen ab. Daher empfiehlt es sich, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen. Der Patient bezahlt in Frankreich die Arztkosten selbst, rund 70 Prozent werden dann von der Krankenversicherung zurückerstattet. Nähere Informationen zum Sozialversicherungssystem in Frankreich.

Französische Einwanderungspolitik

Seit 2012 ist im französischen Kabinett der Innenminister Manuel Valls für Einwanderungsfragen zuständig. Er hat mit neuen Leitlinien eine Wende in der Einwanderungs- und Integrationspolitik eingeleitet. Durch das Vereinen von Menschlichkeit und Strenge in der Politik werden die Regeln für den illegalen Aufenthalt in Frankreich präzisiert. Die Anzahl der Einbürgerungen steigt so jährlich an. Es gibt zukünftig neben einer ein- und zehnjährigen Aufenthaltsmöglichkeit ebenfalls die Chance, drei Jahre in Frankreich zu leben und zu arbeiten. Das entlastet sowohl die Antragsteller als auch die Behörden.

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