In deutschen Unternehmen herrscht ein großer Bedarf an ausländischen Fachkräften

Eine repräsentative Studie der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Business-Netzwerks LinkedIn widmete sich im September 2013 der Zuwanderung ausländischer Fach- und Führungskräfte nach Deutschland. Befragt wurden 1.406 Personalchefs und Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern sowie 15 ausländische Fach- und Führungskräfte, die zwischen sechs und zwölf Monate in Deutschland lebten.

Die Studie ergab, dass der Trend deutscher Unternehmen dahin geht, zunehmend ausländische Fach- und Führungskräfte einzustellen. Im Durchschnittlich beschäftigen bereits 13 Prozent dieser Unternehmen ausländische Fachkräfte. In Großunternehmen wurden sogar 58 Prozent der Beschäftigten aus dem Ausland rekrutiert.

Als einer der Hauptgründe wurde der in Deutschland herrschende Fachkräftemangel genannt, von dem Dreiviertel der Großunternehmen betroffen sind. Außerdem wurden die ausländischen Mitarbeiter als fachlich kompetent und gut integriert bezeichnet. Ihr Wissen und ihre Fachkompetenz sei ein Zugewinn für die einheimischen Fachkräfte. Die ausländischen Fach- und Führungskräfte nannten als Motive für ihren Wechsel nach Deutschland vor allem den Erwerb neuer Fähigkeiten, wertvoller Erfahrungen sowie die schlechten Karriereaussichten im eigenen Land.

In nahezu allen Abteilungen sind ausländische Fachkräfte begehrt. 40 Prozent der Unternehmen sucht IT-Spezialisten und Controller, etwa ein Viertel hält Ausschau nach Marketing-Spezialisten, Qualitätsmanagern,  Vertriebsexperten oder Mitarbeitern in Forschung und Entwicklung.

Die meisten Personalchefs rekrutierten und rekrutieren innerhalb der europäischen Grenzen geeignetes Personal: 56 Prozent suchten vor allem in Südeuropa, 46 Prozent in Westeuropa. Vorrangig wurden Berufseinsteiger und Young Professionals eingestellt. Allerdings hatten bereits rund zwei Fünftel der befragten Unternehmen Führungspositionen mit Ausländern besetzt oder planten diesen Schritt.

56 Prozent der Unternehmen konnten bei ihrer Suche nach europäischen Fachkräften rasche Erfolge verbuchen: Innerhalb eines halben Jahres fanden sie neue Mitarbeiter. Im nichteuropäischen Ausland verzögerte sich die Suche: lediglich 17 Prozent fanden in diesem Zeitraum Personal, während 45 Prozent länger als ein Jahr suchen mussten. Bei 60 Prozent der Unternehmen blieben die ausländischen Arbeitskräfte maximal drei Jahre.

Die Personalsuche verläuft auf verschiedenem Wege: 97 Prozent der Unternehmen kooperieren mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, 90 Prozent schalten professionelle Personalvermittlungen ein, 74 Prozent werben auf ihrer eigenen Webseite für Jobs, 73 Prozent nutzen Online-Jobbörsen und 72 Prozent Soziale Netzwerke.

Von diesen Methoden wurden die sich mit Hilfe des World Wide Webs ergebenden Möglichkeiten als am Effektivesten betrachtet. Insbesondere die eigenen Karrierewebseiten wurden von 96 Prozent der Unternehmen als „erfolgreich“ bis „sehr erfolgreich“ eingestuft. Darauf folgten die Online-Jobbörsen mit 82 Prozent, die spezialisierten Personalvermittlungen mit 74 Prozent und die Online-Business-Netzwerke mit 71 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen wünscht sich bessere politische und juristische Voraussetzungen für ihre ausländischen Fachkräfte. Das gilt insbesondere für das Zuwanderungsrecht und den Wunsch nach leichteren Nachzugsbedingungen für die Familienangehörigen. Die Einführung der EU Blue Card und die Herabsetzung der Mindestverdienstgrenze wurden als positiv erachtet.

Quellen und weiterführende Links:
https://www.bitkom.org
http://www.jobboersen-verzeichnis.de
https://www.demografie-portal.de

 

Autor/Quelle: Redaktion

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