Unterschiedliche Arten von Auslandspraktika

Praktikum ist längst nicht gleich Praktikum. Das gilt natürlich auch für Auslandpraktika:

  • Am Anfang steht in der Regel ein Schülerbetriebspraktikum. Es ist in vielen Bundesländern und Schularten für die letzte oder vorletzte Klassenstufe vorgeschrieben und dauert meistens zwei bis drei Wochen. Nichts spricht dagegen, es ins Ausland zu verlegen. Eine Kombination mit einem Sprachkurs bietet sich besonders an.
  • Ein Vorpraktikum findet, wie der Name sagt, vor der eigentlichen Lehrzeit (Studium oder Ausbildung) statt. Es ist in manchen Fächern verpflichtend und soll garantieren, dass frühzeitig erste, für die Orientierung wichtige Einblicke und Kenntnisse gewonnen werden.
  • Ein Pflichtpraktikum ist fest Studienplan verankert. Dadurch soll dafür gesorgt werden, dass du nicht nur theoretisches Wissen anhäufst, sondern auch frühzeitig lernst, es in der Praxis anzuwenden. Du erhältst die Chance, dich dadurch beruflich zu orientieren und deine Fähigkeiten zu prüfen. In einigen Studienfächern ist es obligatorisch, das Praktikum im Ausland zu absolvieren.
  • Die Famulatur ist ein viermonatiges Praktikum für Medizinstudenten zwischen dem ersten und zweiten Prüfungsabschnitt. Mindestens zwei Monate wird in einem öffentlichen Krankenhaus gearbeitet, mindestens einen Monat in einer Arztpraxis. Auch Pharmaziestudenten müssen eine Famulatur absolvieren. Hier sind es zweimal vier Wochen vor dem ersten Staatsexamen. Mindestens die Hälfte der Zeit findet in einer öffentlichen Apotheke statt. Die Famulatur kann auch ins Ausland verlegt werden.
  • Zu einem studienbegleitenden freiwilligen Praktikum entscheidest du dich aus freien Schritten. Die Vorzüge eines Praktikums sind dir bewusst, und du möchtest das Optimum aus deinem Studium herausholen? Mit einem gut ausgewählten Auslandspraktikum verbessern sich deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr.
  • Unentgeltliche Praktika sind in den meisten Branchen und Ländern üblich. Zumeist wird davon ausgegangen, dass Praktikanten wenige praktische Qualifikationen mitbringen und daher intensiv eingelernt werden müssen. In einigen Branchen, wie im Finanzsektor, (Projekt-)Management oder Consulting, gibt es allerdings teilweise Aufwandsentschädigungen oder Abschiedsgeschenke. In der Regel gilt: je länger das Praktikum dauert, umso wahrscheinlicher gibt es eine Entlohnung. Allerdings werden dann auch gute Vorkenntnisse und eine hohe Leistungsbereitschaft vorausgesetzt. Das beste Beispiel dafür, dass du bei einem Praktikum auf einer anderen als einer monetären Ebene stark profitierst, ist die Freiwilligenarbeit. Als Volunteer unterstützt du eine Hilfsorganisation bzw. ein gemeinnütziges Projekt, z.B. im sozialen, medizinischen oder ökologischen Sektor.

Internationale Definitionen

Im englischsprachigen Ausland finden sich für Praktika gängiger Weise die Bezeichnungen „work placement“ (AE) und „internship“ (BE). Im französischsprachigen Raum ist es die Bezeichnung „stage“ und im spanischsprachigen „prácitca“.

Der englische Begriff „Traineeship“ entspricht einer Trainee- oder Volontariatsstelle, also einem längerfristig währenden und entlohnten Arbeitsverhältnis von etwa ein bis zwei Jahren Dauer. Sie spielen vor allem in der Wirtschaft eine Rolle. Mit dem Begriff „career training“ bzw. „job training“ ist in Deutschland zumeist ein Auslandspraktikum gemeint. Im englischsprachigen Raum beziehen sich die Begriffe hingegen eher auf Kurse und Seminare, die als Weiterbildungsmaßnahmen laufen (z.B. technische Neuerungen, Soft Skills usw.).

Ein „Volunteer“ ist ein Helfer in der Freiwilligenarbeit, der höchstens mit Kost und Logis entlohnt wird. Insbesondere im sozialen, medizinischen und ökologischen Bereich ist das üblich. Auch diese Zeit kann als Praktikum anerkannt werden.

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