Indien - eine tägliche Überraschung

Erfahrungsbericht Fakten
Autor:
Anbieter: GLS Sprachenzentrum
Programm: Schüleraustausch an einer Privatschule
Land: Jaipur (Indien)
Bewertung:
(4,5 von 5)
Bilder

Das Leben im sogenannten Student House in Jaipur hat für mich dieses Programm zu etwas ganz besonderem  gemacht. Wir waren etwa 20 Schüler aus verschiedenen europäischen Ländern und somit ein bisschen wie eine bunt-gemischte, internationale WG. Indien ist so anders und man erlebt täglich so viele Dinge- sich dann sehr intensiv mit den anderen Austauschschüler austauschen zu können hat manchmal nicht nur einiges einfacher gemacht, sondern uns auch sehr zusammengeschweißt. Mit den Mädchen, mit denen ich auf einem Zimmer gewohnt habe, habe ich eine besonders enge Freundschaft geschlossen und wir haben uns auch nach dem Auslandsjahr noch sehr oft besucht! Außerdem hatten wir eine sehr liebe indische Hausmutter und das regelmäßige Programm  wie z.B. Yoga- und Hindi-Unterricht haben mir sehr gut gefallen. 

Das Kennenlernen der indischen Kultur kommt aber trotz europäischem Student House auf keinen Fall zu Kurz! Jedes zweite Wochenende durfte ich in Gastfamilien verbringen. Das waren meistens Mädchen, die ich aus der Schule kannte und wenn ich wollte mir auch aussuchen durfte. Die Familien waren immer sehr gespannt auf ihren Gast aus Deutschland und sehr liebevoll und gastfreundlich. Außerdem konnte ich bei diesen Wochenenden meine Gastschwestern noch viel intensiver und persönlicher kennenlernen, als das in der Schule möglich war. Manchmal konnte so ein Wochenende gerade wegen der großen kulturunterschiede auch etwas anstrengend sein, aber ich fand es jedes Mal sehr bereichernd und eine tolle Erfahrung!

Die Schule - Disziplin aber Zeit für Land und Leute

In der Schule konnte ich mich zwischen verschiedenen Profilen entscheiden – ich habe mich für das Commerce Profil entschieden und so z.B. Business Studies und Indian Economic Development gehabt. Der Schulunterricht unterscheidet sich sehr vom Unterricht an deutschen Schulen. Es gibt eigentlich keine Klassengespräche oder Gruppenarbeit, sondern eher Frontalunterricht. Außerdem steht das Auswendig lernen des Stoffes im Vordergrund - analysieren und interpretieren wie in deutschen Schulen muss man eigentlich kaum. Den meisten indischen Schülern ist ihre Bildung sehr wichtig und sie verbringen sehr viel zeit mit lernen und Nachhilfeunterricht. Für uns Austauschschüler wurden aber häufig Ausnahmen gemacht, sodass wir weniger Stoff lernen mussten und mehr Zeit hatten, Land und Leute kennenzulernen.

Besonders bereichernd fand ich auch die Freiwilligenprojekte, bei denen wir zweimal monatlich mitwirken durften. Dabei haben wir zum Beispiel Slums, Waisenhäuser oder Mädchenschulen besucht und dort mit den Kindern gespielt, ihnen Englisch beigebracht oder über Hygiene und Gesundheit gesprochen.

Verfasst von G. Schäfer

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