Ein Jahr an einer öffentlichen Schule in Südafrika

Erfahrungsbericht Fakten
Autor:
Anbieter: GLS Sprachenzentrum
Programm: Schüleraustausch an staatlichen Schulen
Land: Südafrika
Bewertung:
(4 von 5)

Für all diejenigen, die sich für einen High School Aufenthalt in Südafrika entscheiden, kann ich nur raten, sich schon im Voraus gut und ausgiebig zu informieren, denn das Land lockt zwar mit seinem atemberaubenden Schönheit, aber hält auch einige Schattenseiten bereit.

Es gibt wirklich große Unterschiede in vielen Bereichen, positive als auch negative, an die man sich als Deutscher erst mal gewöhnen muss. Die Einstellung und Ausstrahlung der Menschen habe ich zum Beispiel von Anfang an als sehr positiv empfunden. Die meisten Südafrikaner sind sehr hilfsbereit und herzlich und verbreiten diese Stimmung untereinander. In Deutschland kann man leider sehr lange nach diesen Menschen suchen.

Andererseits gibt es leider auch viele Menschen, die die Weißen, auf Grund der Zeit der Apartheid, immer noch nicht akzeptieren und so ihre Verachtung offen zur Schau tragen. Dazu kommt der große Unterschied der verschiedenen Lebensumstände. In der einen Straße kann man sich durchaus sicher fühlen, und in die nächste sollte man tunlichst keinen Schritt setzen. Es kommt immer wieder vor, dass an den Türen nach Geld und Essen gebettelt wird und man spürt die Unruhen im Land und der Politik ziemlich deutlich.

Ein weiterer Punkt, auf den man sich einstellen sollte, ist die hohe Kriminalität. Man muss leider einige Freiheitseinschränkungen hinnehmen und muss akzeptieren, dass man nicht einfach so nachts und schon gar nicht alleine, auf die Straße sollte. Aber all diese negativen Punkte sollten trotzdem nicht davor Abschrecken, einen Austausch nach Südafrika zu planen. Man sollte sich nur vorab damit auseinandersetzen und sich darauf einstellen, dann kann man auch gut damit leben. Denn es gibt auch so viele positive Dinge, die einem sonst entgehen würden.

Es ist nicht alleine die natürliche Schönheit, die Südafrika zu bieten hat. Auch die Menschen, haben so viel zu geben. So waren auf jeden Fall meine Erfahrungen. Innerhalb sehr kurzer Zeit habe ich tolle Freundschaften geschlossen und wurde, obwohl ich nur für ein Jahr dort war, in den engsten Freundeskreis aufgenommen. Außerdem habe ich Unterstützung, wo immer ich sie gebraucht habe, bekommen und habe mich nie alleine gefühlt.

Der Schulbesuch war auch so ein Erlebnis, was ich nie mehr vergessen werde. Ich war zusammen mit einer weiteren Deutschen auf einer Schule, wo sonst nur Farbige waren. Folglich standen wir von Anfang an im Mittelpunkt und das Interesse an uns hat bis zum Schluss angehalten. Es hätte einen fast einschüchtern können, aber alles in allem haben wir die Zeit dort sehr genossen. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis.

Der Alltag an der Schule begann um acht Uhr und ging von Montag bis Donnerstag bis halb drei. Am Freitag war schon um halb ein Schluss. Nachmittags wurden verschiedene AGs angeboten, an denen man freiwillig teilnehmen konnte. Anders als bei uns belegt man sechs verschiedene Fächer und hat dann jeden Tag den gleichen Stundenplan. Das war manchmal zwar etwas langweilig, dafür gab es viele Veranstaltungen an der Schule, die den Alltag dann wieder etwas aufgelockert haben.

Das Leben in meine Gastfamilie hat mir auch richtig gut getan. Ich hatte drei Gastgeschwister und komme selbst aus einem Einzelkind-Haushalt. Es was zu Beginn also eine ganz schöne Umstellung, an die ich mich aber schnell und gerne gewöhnt habe. Meine Gastfamilie war sehr herzlich und hatte auch für die Nachbarschaft immer offene Türen. Das Essen war zwar wenig abwechslungsreich und es gab sehr oft Curry- und Massangerichte, aber auch daran habe ich mich schnell gewöhnt.

Alles in allem war mein Austausch in Südafrika eine meiner besten Erfahrungen die ich je gemacht habe. Ich habe so viele Dinge erlebt und Neues kennengelernt. Habe einen Einblick in eine neue Kultur erhalten und auch die Schattenseiten eines Landes erfahren. Ich bin froh, dass ich den Schritt gewagt habe und kann nur jedem empfehlen die nötige Neugier aufzubringen und den Schritt in eine fremde Welt zu wagen.

Verfasst von Steffi

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